Die Zukunft der Geschäftsreise

Selbstfahrende Autos, Hyperloops und Roboter als Servicemitarbeiter ‒ so kühn scheinen manche Zukunftsvisionen aus Science-Fiction-Filmen gar nicht mehr. Vieles wird vielleicht schon in naher Zukunft möglich sein. Daher haben wir uns gefragt, wie Geschäftsreisen in zwölf Jahren, also im Jahr 2030, aussehen werden.

 

5 Thesen zum Reisen im Jahr 2030

 

1. Reisen wird individueller und komfortabler

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Big Data, Bots und Künstliche Intelligenz machen es möglich: Im Jahr 2030 wird der Reisebuchungsprozess weitgehend automatisiert sein. Intelligente Buchungssysteme analysieren die Reisedaten und werden so jeden Reisenden genau kennen. Damit werden Geschäftsreisen individuell auf jeden Reisenden zugeschnitten, was Reisen komfortabler macht und somit die Zufriedenheit der Mitarbeiter steigert.

 

2. Nur wer auf ein starkes Partner-Netzwerk setzt, kann dem Nutzer der Zukunft ein zufriedenstelledes Buchungserlebnis ermöglichen

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Plattformen wie Facebook, Amazon oder auch Zalando sind die Erfolgsstories der letzten Jahre und dieser Trend wird sich bis 2030 weiter fortsetzen. Das geht auch nicht am Reisemarkt vorbei, wie z. B. AirBnB und Uber zeigen. Reisende suchen immer häufiger nach alternativen Unterkünften, wenn sie längere Auslandsaufenthalte planen. Vielfalt ist was Reisende wollen und dazu möchten sie dieselben Buchungsplattformen nutzen, die sich auch in ihrem Privatleben bewähren. Daher wird es in Zukunft erfolgsentscheidend sein, mit den richtigen Partnern zusammenzuarbeiten.

 

3. 2030 können wir von überall aus arbeiten. Aber Work-Life-Blending lässt auch die Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben verschwimmen und kann bei Mitarbeitern zu mehr Stress führen

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Arbeitszeiten werden noch flexibler und Mitarbeiter werden nicht mehr an streng getaktete Bürozeiten gebunden – wenn sie überhaupt noch in „festen“ Büros arbeiten. Denn im Jahr 2030 wird man von nahezu überall seinen Job ausüben können. Es wird selbstverständlich sein, in virtuellen Teams, die über den gesamten Globus verteilt sind, zu arbeiten. Mitarbeiter werden auf der ganzen Welt und an den verschiedensten Orten verstreut sein und auch entsprechend viel hin und her reisen. Flexibles Arbeiten bedeutet auch, dass Unternehmen noch mehr auf das Wohlbefinden und die Gesundheit ihrer Reisenden achten müssen. Wenn Arbeit und Freizeit immer mehr verschmelzen und gleichzeitig das Reiseaufkommen zunimmt, birgt das zum einen ein erhöhtes Stresspotential für die reisenden Mitarbeiter und zum anderen sehen sich Geschäftsreiseverantwortliche in der Pflicht, auch bei immer komplexer werdenden Reise- und Arbeitsszenarien ihrer Fürsorgepflicht nachzukommen. 

 

4. Die CO2-Bilanz einer Reise wird künftig noch stärker berücksichtigt und transparent gemacht werden

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Im Pariser Klimaabkommen wurde beschlossen, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen. Damit das gelingt, dürften im Jahr 2030 noch höchstens rund 37 Gigatonnen CO2 ausgestoßen werden. Daher ist es auch an uns, den CO2-Ausstoß bis 2030 zu verringern. Einige der heutigen Flugbuchungssysteme listen bereits jetzt die CO2-Bilanz eines Fluges auf. Die Reisenden im Jahr 2030 werden genau auf diese CO2-Bilanz achten. Daher ist es entscheidend, dass Reisebuchungssysteme diese Informationen noch transparenter machen und Unternehmen auf nachhaltige Reisen mit einem geringen CO2-Fußabdruck setzen.

 

5. Bislang Unvorhersehbares wird durch Predictive Analytics vorhersehbar

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Im Jahre 2030 werden wir in der Lage sein, Gefahrenlagen noch besser vorherzusagen. Natürlich werden Naturkatastrophen immer ein unkalkulierbares Risiko bleiben, aber gerade menschengemachte Störfälle wie Streiks, werden vorhersehbarer sein. KI-Technologien wie Predictive Analytics werden automatisch Medienberichte und Social-Media-Beiträge analysieren und daraus mögliche Gefahrenwarnungen ableiten. Entsprechend wird sie diese Warnungen auch bei Buchungen berücksichtigen und Reisende gegebenenfalls entsprechend umleiten.